#ohbaby – Das erste Trimester

Zwischen hoffen und bangen, Kopfkissen und Kloschüssel – in diesem Post erwartet euch ein holpriger Rückblick über meine ersten 12 Schwangerschaftswochen.

Die ersten 12 Schwangerschaftswochen haben es meistens ganz schön in sich. Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Kreislaufprobleme machen den meisten Schwangeren in dieser Zeit zu schaffen, so auch mir. Dabei will man sich aber gerade zu diesem Zeitpunkt noch so unauffällig wie möglich verhalten, denn oft möchte man noch nicht jedem von seinem Geheimnis erzählen. Die Hormone fahren Achterbahn und das hat natürlich auch Auswirkungen auf unsere Emotionen – mal kommen einem die Tränen weil man so gerührt ist, im nächsten Moment macht einen etwas belangloses total wütend und am Ende des Tages schluchzt man vielleicht in die Schulter des Partners, weil man sich selbst nicht leiden mag.

Welcome to the First Trimester

Es ist für mich persönlich, wie auch schon in der Schwangerschaft mit Elias, der Teil einer Schwangerschaft, den ich gerne einfach überspringen würde 😅 Denn so wie beim ersten Mal fühlte ich mich auch dieses Mal miserabel und zwar so sehr, dass ich mir (wie auch schon bei Elias) beinahe täglich sagte „Nie wieder, ich mach das nie wieder durch. Kinder ja – schwanger sein, nein danke“ – heute kann ich darüber aber schon wieder lachen 😄 Denn rückblickend vergehen die ersten Wochen echt schnell und man erlebt im ersten Trimester doch auch das ein oder andere Highlight abseits der Toilette.

Zum Beispiel den ersten Ultraschall. Wenn es dann heißt „Herzlichen Glückwunsch, hier sehen Sie den Herzschlag.“ , und man dann auf dem Monitor tatsächlich ein kleines schwarzes pulsierendes Pünktchen sieht. Solche Momente sind einfach so besonders und einmalig, dass ich jeder werdenden Mami nur empfehlen kann den werdenden Papi zu den Untersuchungen mitzunehmen. Solche gemeinsamen Erlebnisse wird man nie vergessen und es lässt einen direkt noch mehr zusammenwachsen.

Im besten Fall erhält man während des ersten Trimesters auch den Mutter-Kind-Pass. Es ist ein Dokument, dass einen bis zum 5. Geburtstag des Kindes begleitet, in dem ab der Schwangerschaft alles relevante über Mutter, aber vor allem das Kind dokumentiert wird. Da dieser Pass aber sehr oft in Gebrauch sein wird, ist es nützlich diesen vor Verschleiß durch eine Hülle aus Filz oder dickeren Stoff zu schützen.

Ein weiteres Highlight war das „Ersttrimester Screening„. Dabei handelt es sich um eine sehr genaue Ultraschalluntersuchung, bei der unter anderem dem Herz, dem Kopf, dem Nasenbein, dem Ductus Venosus und insbesondere der Nackenfalte, gesondert Aufmerksamkeit zukommt. Die Untersuchung ist eine Privatleistung, wird im Normalfall also nicht von der Krankenkasse bezahlt und dient dem Zweck zusammen mit einem Bluttest und der Patientenanamnese ein Risiko für einzelne Gendefekte erheben zu können. Ich werde oft gefragt ob ich das Ersttrimesterscreening empfehlen würde, kann darauf aber keine allgemein gültige Antwort geben, da es immer im persönlichen Ermessen der Eltern liegt. Mir persönlich hat diese Untersuchung auch schon bei Elias sehr gefallen, weil der Ultraschall mit einem sehr genauen Gerät gemacht wird, man schon super viel von seinem Kind sehen kann und mich die Ergebnisse beide Male darin bestärkt haben, dass alles gut ist und ich mir keine unnötigen Sorgen machen muss. Bei Fragen und Unsicherheiten empfehle ich aber jeder Schwangeren auf jeden Fall das Gespräch mit dem behandelnden Arzt zu suchen und sich Infos aus erster Hand zu holen und sich nicht auf Internet und Co. zu versteifen.

Meine Tipps für ein entspanntes Trimester

Das wichtigste ist, sich darüber klar zu werden, dass sich der eigene Körper verändert, auch wenn man das äußerlich vielleicht noch nicht vermutet. Es ist super wichtig sich selbst in diesem Ausnahmezustand zu akzeptieren, sich nicht zu etwas zu zwingen, sondern seinem Körper einfach das zu geben wonach er verlangt und das ist meistens Ruhe, viel Schlaf und einfach eine Pause. Es ist nicht für immer, versprochen.

Viele Frauen werden neben bleierner Müdigkeit zusätzlich von Übelkeit und Erbrechen geplagt. Auch das geht vorbei – bis dahin kann man sich mit einigen Hausmitteln Abhilfe schaffen zum Beispiel mit Tee aus Ingwer und/oder Pfefferminze, es wird auch empfohlen mehrere kleine fettarme und ungewürzte Mahlzeiten zu sich zu nehmen und vor dem Aufstehen einen Schluck Wasser zu trinken. Meistens, und es tut mir leid das zu sagen, hilft aber einfach nur die Zeit. In vielen Fällen verschwinden die Beschwerden von heute auf morgen zwischen der 10. und 12. SSW, wenn sich der Körper an die Hormonumstellung gewöhnt hat.

Mit den Hormonen verändert sich auch die Haut. Besonders in den ersten Wochen neigt sie zu Unreinheiten und schmerzhaften Pickeln. Was hier hilft, ist die richtige Pflege. Besonders Produkte mit Aloe Vera beruhigen die Haut. In ein paar Wochen kann man sich dann meistens von der Problemhaut verabschiedenden und wird mit dem sogenannten „Schwangerschaftsglow“ belohnt. Übrigens empfiehlt es sich so früh wie möglich seinen Bauch täglich mit einem Pflegeöl zu verwöhnen, so dass die Haut elastischer wird – zwar lieben wir straffe Haut, diese neigt aber eher zu Rissen im Gewebe, den sogenannten Schwangerschaftsstreifen.

Sich etwas gutes zu tun ist nicht auf die Körperpflege beschränkt, sondern schließt auch die Ernährung mit ein. Generell sollte man auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, was aber nicht heißt sich nicht auch mal einen Burger mit Pommes zu gönnen. Balance ist das Wort der Stunde. Manche Schwangere verspüren Übelkeit beim bloßen Gedanken an bestimmte Lebensmittel, anderes kann man plötzlich nicht mehr „riechen“. Ich persönlich habe immer das gegessen wonach mir war und das war ganz oft Rohkost, Milchprodukte, Mineralwasser und Orangensaft. Ich hatte eine totale Abneigung gegen alles süße und Brot (und ich liebe das Zeug normalerweise). Mein Tipp: sich vom ganzen Babyfasten nicht verrückt machen lassen.

Um sich an die aufregende Zeit auch noch in Jahren zu erinnern, kann man ein Schwangerschaftstagebuch führen, eine Erinnerungsbox anlegen, viele Fotos machen, Ultraschallbilder sammeln, den Bauchumfang und Erlebnisse dokumentieren, usw. . Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Prinzipiell sollte man diese aufregende Zeit in sich aufsaugen und als das Geschenk schätzen, das es ist, auch wenn besonders die ersten Wochen die härtesten sind. Es kommt der Moment, in dem man sich diese magische Zeit vielleicht wieder zurück wünscht.

Ich hoffe mein erster Beitrag aus der #ohbaby Reihe hat euch angesprochen, in jedem Fall freue ich mich über Feedback 🙂

Alles Liebe im neuen Jahr wünscht,