#ohbaby – Das zweite Trimester

Finally – Welcome to the second Trimester

Das zweite Schwangerschaftsdrittel, also von der 13. – 28. Schwangerschaftswoche, wird nicht umsonst als das „schönste Trimester“ betitelt. Oft gehören Übelkeit, Erbrechen und alle anderen zermürbenden Beschwerden nämlich der Vergangenheit an. Die verloren geglaubte Lebensfreude kehrt zurück und mit ihr jede Menge Energie und gute Laune.

Heute möchte ich Euch davon erzählen wie ich das zweite Trimester meiner Schwangerschaft erlebt habe und ein paar meiner Highlights mit euch teilen.

Wie sag ich’s meinem Arbeitgeber?

Das Ende der 12. Schwangerschaftswoche lässt viele Frauen erleichtert aufatmen, denn das Risiko einer Fehlgeburt hat sich nun auf ein Minimum reduziert. Man hält stolz den Mutter Kind Pass in den Händen und spätestens jetzt ist es auch an der Zeit Freunden und dem Arbeitgeber von seinem kleinen Geheimnis zu erzählen.

Der engsten Familie konnten wir es natürlich nicht so lange vorenthalten und weihten sie schon sehr früh ein. Auch ein paar Freunden erzählten wir schon vor Ablauf der magischen 12 Wochen von unserem kleinen Wunder.

Um ehrlich zu sein hatte ich etwas Angst davor meinem Arbeitgeber von der Schwangerschaft zu erzählen, da ich noch nicht lange beschäftigt war und wusste, dass meine einzige Kollegin uns bald verlassen würde. Zu lange wollte ich aber nicht warten, da es, wenn man im medizinischen Bereich arbeitet, ratsam ist, so schnell wie möglich mit der Sprache rauszurücken, da gewisse Tätigkeiten eventuell Auswirkungen auf das Baby haben könnten. Also nahm ich meinen ganzen Mut zusammen, trommelte alle zusammen und machte es kurz und schmerzlos. Die Reaktionen waren super positiv, was mich echt aufatmen lies. Die nächste Hürde war also geschafft.

Wann spürt man die ersten Tritte und erfährt das Geschlecht?

Was ich im zweiten Trimester am meisten entgegenfieberte waren definitiv die ersten Tritte. Trotz Vorderwandplazenta spürte ich diese schon ab der 14. Schwangerschaftswoche. Etwa 3 Wochen später konnte man die Bewegungen auch von außen mit der Hand spüren und eine weitere Woche später konnte man deutlich erkennen wie sich die Bauchdecke bei den Tritten hebte und senkte. Ich weiß dass ich damit definitiv zu einer kleinen Ausnahme von Frauen zähle, die die Kindesbewegungen bereits so früh wahrnimmt. Im Durchschnitt geben Frauen an die ersten Bewegungen ca aber der 20. Schwangerschaftswoche zu bemerken. Bei einer Vorderwandplazenta kann es auch einige Wochen länger dauern, da diese ähnlich wie ein Stoßdämpfer an der Bauchwand fungiert. Es ist also kein Grund zur Besorgnis, wenn man sein Baby noch nicht zum selben Zeitpunkt wie eine andere Schwangere spürt, jeder Körper ist anders, jedes Baby ist anders und man sollte sich selbst generell nicht ständig mit anderen vergleichen.

Das Geschlecht spielte für mich in dieser Schwangerschaft eine eher untergeordnete Rolle. Trotzdem war ich viel zu neugierig es mir nicht sagen zu lassen. In der 17. Schwangerschaftswoche wurde uns bestätigt, was wir bereits durch die Familienanamnese vermuteten: Ein Junge. Auch wenn es wie gesagt keine große Überraschung war, war die Freude riesig, denn als Jungsmama hatte ich mich bereits bewährt und wusste dass ich das irgendwie „kann“. Hört sich blöd an – aber andere Jungsmamas wissen bestimmt was ich meine 😀 Ab dem Zeitpunkt wo wir das Geschlecht sicher wussten, kam ich natürlich nicht drum rum die ersten Teile für unseren kleinen Mann zu kaufen. So wurde alles irgendwie noch realer und ich erwische mich oft dabei wie ich in Tagträume von meinem kleinen perfekten Jungen versinke und mir vorstelle wie er wohl aussehen wird. Ob er wohl eher dunkle Haare wie Patric haben wird, oder sich meine Weißwurst Gene durchschlagen wie bei Elias? Leider wird es noch eine Weile dauern das herauszufinden.

Das Geschlecht behielten wir übrigens einige Wochen für uns, bis wir die ganze Familie versammelten um Ihnen bei Kaffee und Kuchen mitzuteilen, dass die Männer die Überzahl ausbauen.

Schwangerschaftsglow und Omi Unterwäsche

Eine andere richtig tolle Sache im zweiten Trimester ist der allbekannte „Schwangerschaftsglow“. Die Bäckchen der meisten Schwangeren sind gut unterfüttert und rosig, die Haut strahlt, die Haare schimmern gesund und die Nägel wachsen kräftig. Generell strahlt man von innen nach außen und das bleibt kaum jemandem verborgen.

Mit der Freude über dieses neue Lebensgefühl wächst aber auch der Bauch (und alles andere). Bis dato habe ich ungefähr 10 kg zugenommen und tauschte im zweiten Schwangerschaftsdrittel Spitzen-BH’s gegen gemütliche Omi-Unterwäsche, meine Lieblings High-Waist Jeans gegen schlabbrige Leggins, bis irgendwann auch diese ihre Kapazitäten erreicht hatten. So kam ich schon relativ früh in den Genuss von Umstandsmode und kann mir ein Leben ohne nicht mehr vorstellen.

Was hat sich sonst noch körperlich verändert?

Neben Hosenknöpfen, die sich nicht mehr schließen lassen kamen vor allem jetzt gegen Ende des 2. Trimesters ein paar Beschwerden dazu, die ebenfalls dem wachsenden Volumen zuzuschreiben sind, wie zB:

  • Sobrennen
  • Durchschlafprobleme und Albträume
  • Symphysenschmerzen
  • Schnelle Erschöpüfung bei körperlicher Anstrengung
  • Kurzatmigkeit

Alles in allem hat die Freude und Energie des zweiten Trimesters die Wehwehchen der ersten zwölf Wochen so gut wie vergessen lassen, so dass ich mich jetzt auf den letzten Abschnitt der Schwangerschaft freue und gespannt bin, was ich euch in meinem Summary des dritten Trimesters wohl erzählen werde.