#ohbaby – Packen für eine ambulante Geburt

In Zeiten von Corona sind viele werdende Eltern besorgt. In den Krankenhäusern gelten strenge Regeln, nicht nur was die Geburt, sondern auch den weiteren Aufenthalt im Krankenhaus betrifft. Auch frisch gebackene Väter und Geschwisterkinder sind leider von den derzeitigen Besuchsverboten in den Kliniken nicht ausgenommen und so streben immer mehr Schwangere eine ambulante Geburt an.

Was ist eine ambulante Geburt?

Bei einer ambulanten Geburt findet die Entbindung in einem Geburtshaus oder einer Klinik statt. Wenn Mama und Baby wohlauf sind darf man bereits nach wenigen Stunden wieder nach Hause. Die Nachbetreuung im Wochenbett findet dann nicht stationär im Krankenhaus statt, sondern Zuhause durch eine Hebamme.

Wer eine ambulante Geburt plant muss sich also auf jeden Fall noch vor der Geburt auf die Suche nach einer Hebamme machen.

Beim Packen für eine ambulante Geburt muss also definitiv schon mal viel weniger in die Tasche, als bei einem tagelangen Klinikaufenthalt. Darum habe ich keine große Reisetasche oder gar einen Koffer gepackt, sondern habe einfach die künftige Wickeltasche umfunktioniert.

Nichts desto Trotz sollte man bedenken, dass eine Geburt manchmal auch einen unvorhergesehenen Verlauf nehmen kann, deswegen habe ich noch eine kleine Weekenderbag gepackt, in der einfach ein bisschen mehr Kleidung und Hausschuhe drin waren, diese ist aber mit der Babyschale erstmal im Auto geblieben.

Um euch einen besseren Überblick meiner Kliniktasche zu geben, habe ich den Inhalt in folgende 3 Kategorien eingeteilt:

  • Alles, dass ich unmittelbar für die Geburt gebraucht habe
  • Dinge für das Baby
  • Dinge für mich nach der Geburt

Was ich unmittelbar für die Geburt benötigt habe

Damit der Körper während der Geburt gut arbeiten kann muss er so entspannt wie irgendwie möglich sein. Wenn man nicht in seiner gewohnten Umgebung entbindet, ist es oft hilfreich sich deshalb eine heimische Atmosphäre zu schaffen. Die Gebärmutter ist ein überaus raffinierter Muskel – der aus 3 verschiedenen Muskelschichten besteht, die in perfekter Symbiose zusammenarbeiten. Jede Form von Unsicherheit, Angst und Unbehaglichkeit führt in so einer Situation zwangsläufig zu Stress – und Stress führt dazu, dass nicht genug Sauerstoff in diese Muskeln kommt, was wieder rum andere Kettenreaktionen im Körper auslöst. Das oberste Gebot ist also: ENTSPANNUNG.

Vor dem Packen der Tasche ist es daher sehr hilfreich sich Gedanken darüber zu machen was einen auch im Alltag persönlich am meisten entspannt oder dabei unterstützen kann.

In meinem Fall war und ist das: Ruhige Musik, so wenig Licht wie möglich, Massagen, Meditationen und Wärme.

In meiner Tasche landeten also:

  • Kopfhörer, damit ich meine Geburtsplaylist oder Entspannungsmeditationen hören konnte
  • Eine Powerbank, damit (falls der Akku knapp geworden wäre) mein Handy laden konnte
  • Massageöl
  • Ein Stilllicht, damit ich in einem dunklen Raum nicht das grelle Krankenhauslicht einschalten musste
  • Ein Kirschkernkissen
  • Eine Trinkflasche, mit der ich bequem aus jeder Position (zur Not auch kopfüber) trinken konnte

Was ich fürs Baby gepackt habe:

Nachdem man im besten Fall bereits nach wenigen Stunden wieder nach Hause geht braucht man eigentlich nur ein bequemes Outfit zum nach Hause gehen für sein Baby und je nachdem ob man Stillen möchte oder nicht, für beide Fälle, ein paar Dinge, die einen unterstützen können.

Ich packte also:

1 Wickelbody (in 2 verschiedenen Größen)

1 Strampler

1 paar Socken

1 Wollmütze

1 Spucktuch

1 dünne Wolldecke

Stilleinlagen

Stillhütchen (ich habe die von MAM eingepackt)

Eine Hebamme hat mir außerdem empfohlen, wenn man vorab weiß, dass man nicht stillen wird, die eigene Säuglingsnahrung, eigene Fläschchen und Schnuller mitzunehmen, so ist das Baby direkt die Produkte, für die man sich im Vorhinein entschieden hat, gewohnt und man spart sich eine Nahrungs- und Saugerumstellung Zuhause.

Ich habe also 1 kleines Fläschchen, 2 Schnuller und auch einen Portionierer (alle Produkte sind von MAM) miteingepackt.

Dinge für mich nach der Entbindung:

Für die Zeit nach der Entbindung habe ich mir eine gemütliche Leggins eingepackt, ein einfaches Top, ein langärmliges Shirt und ein paar warme Kuschelsocken.

Außerdem habe ich mir ein paar Netzhosen besorgt, mit denen man die Matratzen an „Slipeinlagen“ fixieren kann, die man in den ersten Tagen nach der Geburt für den Wochenfluss benötigt.

Wenn ich allerdings nur eine einzige Sache für mich nach der Geburt einpacken dürfte, dann wäre das FEUCHTES TOILETTENPAPIER. In Krankenhäusern gibt es prinzipiell nur Schleifpapier das aber als Toilettenpapier deklariert wird – ich rate jeder Frau, die ihr Kind spontan auf die Welt bringt egal ob ambulante Geburt oder nicht – nehmt euer eigenes Toilettenpapier von Zuhause mit.

Bedenkt auch, dass ihr euch die Tageszeit der Geburt nicht aussuchen könnt. So kann es sein, dass euer Baby vielleicht Abends oder Nachts auf die Welt kommt und ihr eventuell doch über Nacht bleiben wollt (so wie in meinem Fall). Packt also unbedingt ein paar Hygieneartikel ein.

  • Shampoo
  • Duschgel
  • Zahnpasta & Zahnbürste
  • Kleine Haarbürste
  • Haarband
  • Deo
  • Abschminktücher
  • Gesichtscreme
  • Feuchtes Toilettenpapier

Zudem landeten auch noch ein paar sonstige Dinge in meiner Tasche, die ich auch für wichtig empfand:

  • Traubenzucker (gut für den Kreislauf, nicht nur für den eigenen sondern auch für den von Papas 😀 )
  • Kaugummi (falls ihr nervöse Männer habt, bevor sie sich die Finger abbeissen)
  • Kleine Snacks und Fruchtsäfte

Ich hoffe ich konnte euch mit meiner kleinen, aber essentiellen Packliste ein paar Inspirationen für eure eigene Kliniktasche geben.

Alles Liebe,

Eure Nina